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Harnstoff Molekül (Friedrich Wöhler)


Briefmarke: Harnstoff Molekül (Friedrich Wöhler)
Briefmarke: "Harnstoff Molekül (Friedrich Wöhler)"
Frankatur-Wert 50 Pfennige
Auflage 31.750.000
Tag der Ausgabe 12. August 1982
Motiv, Kontext Chemie
Markenart Sondermarke
Gültig bis 30. Juni 2002
Michel-Nr. 1148
Entwurf Ernst Jünger

Beschreibung

100. Todestag von Friedrich Wöhler (1800–1882): Harnstoffmolekül und Formel der Harnstoffsynthese.

Harnstoff ist eine chemische Substanz, die in riesigen Mengen künstlich hergestellt wird, vor allem als Dünger. Die kristalline, weiße Substanz ist geruchslos und ungiftig. Aber sie eignet sich hervorragend für vielfältige Zwecke, z.B. in Salben, Kosmetika oder Klebemitteln.

Harnstoff ist aber auch im Rahmen einer medizinischen Untersuchung als Blutwert von Bedeutung. Denn fast immer, wenn im menschlichen Körper Proteine, also Eiweiße, abgebaut werden, fällt Harnstoff an.

Der menschliche Körper produziert pro Tag etwa 20 bis 30 Gramm Harnstoff (in der Leber). Dieser gelangt über das Blut bis in die Niere, wo er herausgefiltert und anschließend im Urin ausgeschieden wird (geringe Mengen Harnstoff werden beim Menschen auch über Schweiß und den Darm ausgeschieden). Als Blutwert gehört Harnstoff ebenso wie Harnsäure und Kreatinin zu den Nierenwerten.

Friedrich Wöhler gilt als Pionier der organischen Chemie. Am 22. Februar 1828 gelang es ihm aus dem (anorganischen) Ammoniumcyanat (organischen Harnstoff herzustellen. Bis dahin glaubte man, dass organische Substanzen ausschließlich von lebenden Organismen generiert werden könnten. Schon vier Jahre zuvor konnte er aus Oxalsäure durch Hydrolyse Dicyan synthetisieren.

Fridrich Wöhler wurde am 31. Juli des Jahres 1800 als Sohn eines Arztes und Lehrers geboren. Nach seiner Schulzeit begann er mit 20 Jahren ein Studium der Medizin. Schon nach einem Jahr erweitere er jedoch die Fachrichtung und begann zusätzlich ein Studium der Chemie. 1823 promovierte er in Medizin, konzentrierte sich foran jedoch nur noch auf seine vielfältigen chemischen Experimente.

Wegen seiner Entdeckung der Harnstoff-Synthese wurde er zum Professor der Chemie ernannt. 1831 übersiedelt er nach Kassel, wo er zunächst an einer polytechnischen Lehranstalt unterrichtet. 1836 ging der dann nach Kassel und nahm eine Professur für Chemie und Pharmazie an der Georg-August-Universität Göttingen an.

Friedrich Wöhler starb am 23. September 1882.

Tags: harnstoff molekül wöhler todestag